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Trotz Siegen nur getrübte Freude Drucken E-Mail
Geschrieben von Tobias Christian   
Sunday, 26. October 2008
Sowohl die Damen 2, als auch die Herren 1 mussten am heutigen Sonntag nicht allzu weit in die Ferne reisen um ihre Spiele wahrzunehmen. Die Damen spielten beim letztjährigen Tabellendritten in Bad Rappenau, die Herren traten zum Lokalderby in Sinsheim an.

Für die Herrenmannschaft war das Ziel klar: Ein Sieg musste her. Im Derby gegen die "befreundeten Rivalen" wollte man das Feld nicht als Verlierer verlassen. Dementsprechend motiviert gings dann auch gleich zu Beginn los. Die ersten 3 Angriffe wurden souverän verwertet, Annahme und Abwehr lies zwar noch Platz nach oben, war jedoch trotzdem auf einem gutem Niveau. Schnell ging es dann über ein 8:3, 14:8 hin zu einem ungefährdeten 25:15 im ersten Satz. Auch der zweite Satz begann ordentlich. Dank einer kleinen Aufschlagserie konnte Helmstadt erneut auf 7:3 davonziehen, ehe sich das Spiel etwas ausgeglichener gestaltete. Auf Helmstadter Seite erhöhte sich die Eigenfehlerquote, was der Spielgemeinschaft Sinsheim/Waibstadt eigentlich die Möglichkeit eröffnete, den Satz zu ihren Gunsten zu kippen. Dies gelang ihnen jedoch nicht, sodass die VSG Helmstadt wieder zur gewohnten Stärke fand und den Satz erneut sicher mit 25:20 gewann. Satz 3 sollte nicht viel neues bringen. Lediglich die ein oder andere Schiedsrichterentscheidung brachte etwas Unruhe in das Spiel. Letztendlich war die Aufregung jedoch unnötig, da man auch den 3ten Satz beherrschte und durch gute Blockaktionen gegen Ende mit 25:20 das 3:0 klarmachte.
Dank der Ergebnisse am gestrigen Samstag, heißt der neue Tabellenführer nun VSG Helmstadt. Gefolg vom Mitaufsteiger ASC Feudenheim.

Mit dabei waren: Georg Nitsche, Sebastian Kallus, Marc Wisser, Martin Suchert, Stephan Kulick, Tim Altermann und Tobias Christian

 

Die zweite Damenmannschaft musste gegen die letztjährig stark aufspielende Mannschaft aus Bad Rappenau antreten. Je näher das Spiel kam, desto länger wurde die Liste der Kranken. Es fehlten: Zuspielerin Maike Roller, Diagonalspielerin Lorena Meyer, Mittelblockerin Enky Qollaki und die in den unteren Mannschaften spielenden Hanna Schuster, Cathrin Grabenstein und Fabienne Roller. Am Ende blieben jedoch noch 7 Spielerinnen übrig, was ja bekanntlich zum Spielen reicht. Das man die Mannschaft aus Bad Rappenau nicht unterschätzen darf, hat man bereits zwei Wochen zuvor gesehen, als sie den Damen 1 der VSG ein 2:3 abrangen und dabei vorallem durch ihr Angriffsspiel Eindruck machten. Man sah jedoch auch, dass man keinem unschlagbaren Gegner gegenüberstand.
Zu Beginn des ersten Satzes, merkte man jedoch nicht unbedingt, dass es in der Theorie eines der höherklassigen Duellen sein sollte. Die Damen der VSG fanden lange Zeit nicht zu ihrem Spiel, kassierten Punkt um Punkt und lagen schnell relativ deutlich zurück. Die ziemlich kalte Halle trug ihren Teil dazu bei. Nach einigen längeren Ballwechseln, schienen die VSGler jedoch langsam aufzutauen. Die Aktionen wurden klarer und wirkten auch deutlich durchdachter. Stellungsfehler auf Bad Rappenauer Seite wurden souveräner ausgenutzt und die Punkte aus der schwachen Anfangsphase nach und nach wieder zurückgeholt. Verdiente Konsequenz war der knappe Satzgewinn.
Aber auch der zweite Satz zeigte einige Schwachstellen im Helmstadter Spiel, die der TV Bad Rappenau nun ihrerseits gut ausnutzten und den gesamten Satz einen knappen Vorsprung halten konnten. Zum Leidwesen der VSG bestand der Vorsprung auch noch zum Satzende. Ein 3:0 wie im ersten Spiel, würde es folglich nicht werden, aber davon war man auch nicht wirklich ausgegangen. Satz 3 zeigte starke Parallelen zum zweiten Satz. Trainer Tobias Christian einfach fand nicht die richtigen Worte und musste zunächst mit ansehen, wie Bad Rappenau sich erneut einen kleinen Vorsprung herausspielte. Eine schwache Annahmephase in der Mitte des Satzes schien dann für ein klares Ergebnis zu sorgen. Die Damen der VSG wollten das Spiel jedoch nicht so einfach verloren geben und kämpften sich zurück. Den Satz musste man zwar abgeben, das Spiel war jedoch nach einigen guten Aktionen wieder offen. Motivation und Kampfeswille machten sich breit.
In Satz 4 sollte das Spiel erst richtig beginnen. Die VSG war nun endlich voll im Spiel und erhöhte Stück für Stück die Schlagzahl. Endlich agierte man, statt nur zu reagieren. Beim Stand von 14:14 dann jedoch ein herber Rückschlag. Diagonalangreiferin Marianne Sonntag verletzte sich bei einem Angriff ohne gegnerische Einwirkung schwer am Knie und musste ins Krankenhaus gefahren werden. Erste Diagnosen gibt es zwar noch nicht, wir rechnen jedoch mit einem längerfristigen Ausfall. Die Verletzung bedeutet zugleich eine starke Schwächung, da man sonst keine Diagonalspielerin mehr dabei hatte und schließlich Yvonne Buttmi die für sie ungewohnte Position besetzen musste. Ganz klar ein Knackpunkt im Spiel. Mit einer "Jetzt erst Recht"-Mentalität legte die VSG richtig zu, entschied den 4ten Satz mit 25:22 für sich und lies im darauffolgenden Tiebreak nichts mehr anbrennen. In einem 15:11 und somit 3:2 fand das Spiel letztlich doch noch ein gutes Ende, welches durch die Verletzung trotzdem stark getrübt ist. Als Lohn für diesen wichtigen Sieg gab es den zweiten Platz, punktgleich mit dem ETSV Lauda, welcher in zwei Wochen zum Spitzenspiel in Lauda einläd.

Mit dabei waren: Patti Prigl, Kerstin Kirchdörfer, Anke Schmitt, Mari Sonntag, Melanie Weiß, Yvonne Buttmi und Carmen Hassert.

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