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Tabellenfuehrer wackelt... Drucken E-Mail
Geschrieben von Tobias Christian   
Monday, 21. January 2008
Sonntag, 20. Januar, 9Uhr in der Früh. Treffpunkt: Waibstadt. So richtig ausgeschlafen war wohl niemand, da man nur einige Stunden zuvor am selben Platz Ralf's Geburtstag feierte. Trotzdem waren zum ersten Mal in dieser Saison alle (!) Spieler anwesend und (!!) nicht verletzt. Müde, aber motiviert ging es nun nach Feudenheim zum ersten Spiel des neuen Jahres. Feudenheim? Da war doch was...

Richtig. Am ersten Spieltag mussten wir unser eigentliches Heimspiel in Feudenheim austragen, da uns keine Halle zur Verfügung stand. Wir traten mit vielen Verletzten an, boten keine gute Leistung und verloren verdient mit 3:1. Und von den nachfolgenden Diskussionen mal abgesehen, war das wohl gleich unser schlechtester Spieltag. (siehe hier ) Nun galt es also eine Rechnung zu begleichen. 

Glücklicherweise gab es dieses Mal keinerlei Probleme mit der Netzanlage, welche vorbildlich bereits vor 10Uhr komplett aufgebaut war. Einem reibungslosen Spielverlauf stand also nichts mehr im Wege.
Dass es ein hitziges Spiel werden würde, machte schon das Einschlagen deutlich, als sich die Feudenheimer nicht gerade fair direkt über dem Helmstadter Zuspiel einschlugen und beim Wechsel auf die Zwei kurzerhand den ein oder anderen "Schuss" einstreuten. Soetwas hat ein Tabellenführer eigentlich nicht nötig.  Wie immer in so hitzigen Begegnungen sollte das (leider) auch nicht alles sein.

In den ersten Satz erwischten die Feudenheimer den besseren Start und legten gleich mit einigen Punkten vor. Auf Helmstadter Seite spürte man noch etwas die Nervosität, welche sich durch einige Ungenauigkeiten bemerkbar machte. Ehe man den eigenen Rythmus fand, stand es bereits 24:20 für den ASC. Noch war der Satz aber nicht zu Ende. Durch gezielte Aufschläge konnte Feudenheim keinen richtigen Druck mehr aufbauen, sodass man auf Helmstadter Seite immer wieder selbst die Chance zum Punkten erhielt und diese auch konsequent bis zum 24:24 nutzte. Jetzt war der Satz wieder offen. Beinahe abwechselnd hatten beide Mannschaften Satzbälle. Beim Stand von 27:27 dann eine satzentscheidende Situation. Der erste Schiedsrichter sah einen Feudenheimer Angriff im aus (27:28), was beim ASC (verständlich bei dem Punktestand) für Aufregung sorgte. Im Affekt zeigte die Feudenheimer Nr.14 dem Schiedsrichter daraufhin den Vogel. Dieser wertete die Aktion als Beleidigung und stellte den Spieler mit einer roten Karte für den restlichen Satz vom Feld. Zunächst dachten alle der Satz wäre vorbei, da eine Karte einen Punktgewinn für die gegnerische Mannschaft bedeutet. Dies trifft aber leider (aus Sicht der VSG) nicht für eine rote Karte zu, sondern nur für eine Gelbe. Somit stand es "nur" 28:27 für Helmstadt und der Satz ging weiter. Den Satzball konnte man erneut nicht nutzen und so ging der Führungswechsel munter weiter. Letztendlich hatte Feudenheim dann aber beim Stand von 34:33 das quäntchen Glück mehr und entschied den ersten Satz doch noch für sich.

Trotz des Satzverlustes steckte Helmstadt nicht den Kopf in den Sand. Schließlich war man jetzt erst gerade warm gelaufen. Und so knüpfte man nahtlos an die Leistung des ersten Satzes an und legte Stück für Stück etwas mehr zu. Der ASC war mit dieser Leistung jetzt zusehends mehr und mehr überfordert. Satz zwei ging zwar noch relativ knapp mit 25:21 an die VSG; In Satz drei führte man jedoch zwischenzeitlich mit 16:7 mehr als deutlich. Folglich ging auch dieser Satz mit 25:18 an Helmstadt. 2:1 nach Sätzen für die VSG.

Nach den dann doch recht locker gewonnenen Sätzen, machte sich Euphorie breit. Etwas zu früh, denn noch war das Spiel nicht gewonnen. Leider führte diese Euphorie auch zu leichtsinnigen Fehlern, wie z.b. das Eintragen einer falschen Nummer auf dem Aufstellungskärtchen. So nahm sich überraschend Georg Nitsche selbst aus dem Spiel, und Sebastian Kallus musste kalt aufs Feld. Durch die so entstandene Unruhe und kurzzeitige Verwirrung, war der Fluss erstmal unterbrochen. Es kamen wieder vermehrt individuelle Fehler auf und der ASC fand besser zu seinem Spiel. Es entwickelte sich wie schon im ersten Satz erneut ein enges Spiel, das vor allem auf VSG-Seite durch viele Aufschlagfehler geprägt war. Trotzdem war bis zum 22:22 alles offen, ehe es Feudenheim erneut schaffte die entscheidenden Punkte zu erzielen und einen Tie-Break erzwang.

Zuletzt hatte man mit dem Tie-Break keine guten Erfahrungen gemacht. 3:2 in Dossenheim. Doch diesmal war es etwas anderes. Die mitgereisten Fans (oder auch Spielerfrauen :) ) und die wie Anfangs schon erwähnt zahlreichen Auswechselspieler sorgten für eine optimistische Stimmung, die man auch auf dem Feld spürte. Und es fing auch gleich gut an. Erste Annahme, erstes Zuspiel, erster Angriff, erster Punkt. Darauf folgten einige gute Blockaktionen von Georg Nitsche, der sich dieses Mal wieder richtig aufgestellt hatte. Den Rest erledigte die Abwehr und der souverän agierende Angriff. Beim Stand von 8:6 für Helmstadt wurden die Seiten gewechselt. Man hatte in diesem Satz nie den Eindruck, dass der ASC noch gefährlich werden konnte und so gab man die Führung während des kompletten Tie-Breaks nie ab und gewann letztlich mit 15:11.

Der Tabellenführer war gestürzt. Zwar nur in diesem Spiel, aber durch dieses Zeichen sollten auch die anderen Aufstiegskandidaten etwas mehr Hoffnung schöpfen können. Für die Herren der VSG ist der Aufstieg schon länger kein Ziel mehr. Dazu lief es in der Vorrunde nicht rund genug. Dennoch möchte man in den restlichen Spielen der Rückrunde zeigen, dass einige Niederlagen nicht hätten sein müssen. Man sieht sich ja glücklicherweise immer zwei Mal :)

Besonders hervorheben möchte ich noch die Leisung von Christian Walk, der sämtliche Sätze durchgespielt hat und dabei stets souverän punktete. Der eine Aufschlagfehler sei ihm verziehen :P
Ebenso lieferte Richard Nitsche eines seiner besten Spiele ab. Kaum Fehler in der Annahme (wenn überhaupt?) und im Angriff wohl die Saisonbestleistung.
Alle anderen waren natürlich auch gut, sonst hätten wir nicht gegen den bis dato ungeschlagenen Tabellenführer gewonnen :)

 

In drei Wochen - am 9. Februar um genau zu sein - gibt es dann gleich die nächste Möglichkeit zur Revanche beim SSV Vogelstang. Am ersten Spieltag (Feudenheim) unterlag man auch dem SSV mit 3:0. Auch hier möchten wir zeigen, dass die höchste Saisonniederlage nicht unbedingt unserer Leistungsfähigkeit entsprach. 

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