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Herrenmannschaft im Aufwind Drucken E-Mail
Geschrieben von Tobias Christian   
Sunday, 30. November 2008

Gleich mehrere gute Nachrichten gibt es bei der verbliebenen Herrenmannschaft zu vermelden.Die überraschendste vorweg: Nach Jahren der Abstinenz steht der Landesliga-Mannschaft wieder ein Trainer in Aussicht! Noch steht nichts sicher fest, jedoch freuen wir uns darüber, dass zumindest mal die Möglichkeit besteht. Näheres dazu in den nächsten Wochen...
Die nächste gute Nachricht stammt aus Feudenheim. Im Spitzenspiel der Aufsteiger - Rang 2 gegen 3 - gab es den bisher höchsten Sieg der Saison!

 

Dabei standen die Vorzeichen wie schon so häufig nicht besonders gut. Marc Wisser - der bisher eine gute Saison spielt - flog bereits am Montag zu einem dreimonatigen studiumsbedingten Auslandsaufenthalt und fehlt uns damit für vier Saisonspiele. Glück im Unglück: die Winterpause fällt genau in diesen Zeitraum. Zudem fällt auch Ralf Gfrerer erneut verletzungsbedingt aus (Knieprobleme). Somit konnten wir weder auf der Zuspielerposition, Mitte noch Außen mangels Spieler wechseln. Lediglich für die Diagonalposition war Nachwuchsspieler Janik Richter mit angereist, blieb jedoch vorerst auf der Bank.
Nach einer kleinen unfreiwilligen mannheimer Stadtrundfahrt verlief der Rest des Spieltages jedoch reibungslos. Mit ein wenig Anspannung und umso mehr Motivation ging es in den ersten Satz. Von Beginn an merkte man beiden Mannschaften an um was es in diesem Spiel ging. Die VSG startete gut und verbuchte nach eigener Annahme gleich die ersten beiden Punkte. Bis zum Stand von 6:6 blieb das Spiel jedoch sehr ausgeglichen. Dann kam die Routine von Mittelblocker Stephan Kulick erstmals zum Zuge. Mit gezielten Aufschlägen, setzte er die Feudenheimer gut unter Druck und sorgte dafür, dass die VSG erstmals mit 5 Punkten davonziehen konnten. Ehe sich der ASC von diesem kleine Schock erholen konnte, dauerte es eine ganze Weile, da die Konzentration auf helmstadter Seite durchweg hoch schien. Dann plötzlich doch noch der Einbruch. Aus einer 18:14 Führung wurde ein 18:19 Rückstand. Keine großen Fehler, sondern einige Ungenauigkeiten in allen Mannschaftsteilen machten in dieser Phase den Unterschied. Auch wenn der 5-Punkte-Vorsprung zunächst deutlich aussah, musste man doch konzentriert weiterspielen, um die Feudenheimer auf Abstand halten zu können. Nach diesem Aufbäumen des ASC, fanden die helmstadter Herren jedoch wieder zurück zu ihrem bislang souveränen Spiel und entschieden den ersten Satz mit 25:22 für sich. Allein die Satzdauer von 25min macht jedoch auch deutlich wie umkämpft dieser Satz eigentlich war.
In Satz zwei dann zunächst ein ähnliches Bild. Die VSG konnte sich früh einige Punkte absetzen (7:4) und hielt den Vorsprung dann sicher (16:12). Ehe erneut eine Aufschlagserie für die Entscheidung sorgte. Diesmal war es, wie schon im letzten Spiel gegen Weinheim, Zuspieler Tobias Christian, der mit 6 Aufschlägen in Folge seinen Teil zum Satzgewinn beitrug (25:13). Selbstverständlich profitierte er hierbei von dem in dieser Situation starken Block und einigen schönen Rettungsaktionen weit hinten im Feld von Martin Suchert. Feudenheim war nun mental geschlagen, sodass sich auch unser Angriff immer deutlicher durchsetzen konnte.
Das erwartete erneute Aufbäumen des ASC im dritten Satz blieb aus. Erneut die frühe Führung für Helmstadt (7:3), erneut eine längere Aufschlagsserie - diesmal von Sebastian Kallus - die für die Vorentscheidung sorgte (13:4). Der Rest war eigentlich nur noch Formsache. Zwar lies man Feudenheim gegen Satzende noch einmal eine kleine Serie hinlegen, gefährdet war der 25:17 Satzgewinn jedoch nie. Anmerken kann man noch die gute Leistung von Janik Richter, der den kompletten Satz für Georg Nitsche auf dem Feld stand. Mit einer sehr hohen Punktequote und guten Blockaktionen, ist hier durchaus ein Lob angebracht. Vorallem wenn man bedenkt, dass der Gegner gewiss kein schlechter war.

Natürlich lässt sich nach diesem Erfolg leicht sagen, dass Feudenheim einfach schlecht gespielt hat und/oder Verletzungssorgen hatte. Wenn man das Spiel jedoch verfolgt hat, hat man gesehen, dass Feudenheim nach wie vor mit 10 Mann angetreten ist und es auch im ersten Satz ein gutes und knappes Spiel war. Danach war der Siegeswille auf Helmstadter Seite einfach deutlich größer und man hat erneut gezeigt, warum man oben mitspielen will. Insgesamt vll kein überragendes, aber dennoch sehr gutes solides Spiel.

Als "Belohnung" steht man jetzt wieder mit einem Spiel Rückstand an der Tabellenspitze mit der TG Sandhausen, die ihrerseits in Weinheim eine 3:2 Niederlage kassierte. Das i-Tüpfelchen aus VSG-Sicht war dann auch noch die zweite Niederlage des ASC Feudenheim gegen die SG Sinsheim/Waibstadt, die ihrerseits gezeigt haben, was nächste Woche gegen uns zu erwarten ist und somit dafür sorgten, dass unser Vorsprung auf die Mitaufstiegskandidaten etwas angewachsen ist.

Nächsten Samstag gilt es nun entgültig die Tabellenführung zu übernehmen. Im Heimspiel geht es nun gegen Feudenheim-Bezwinger Sinsheim/Waibstadt und Verbandsliga-Absteiger TSV Handschuhsheim. Die Hinspiele endeten zwar deutlich 3:0 und 3:1, aber das muss ja bekanntlicherweise lange nichts heißen.

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