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Herren jetzt mit 4-4-2 *update* Drucken E-Mail
Geschrieben von Tobias Christian   
Tuesday, 10. November 2009
Nein, die Herren aus Helmstadt wechseln nicht zum Fussball. Vielmehr haben sie ähnlich wie der FC Bayern mit dem Spielsystem zu kämpfen. Die bisherigen Lanzeitausfälle von Mittelblocker Stephan Kulick und der Flügelzange Nitsche/Gfrerer bekamen am Samstag noch Zuwachs, weil sich der zweite Mittelblocker in Form von Marc Wisser unglücklich die Bänder riss. Folge war dann ein geschenkter Sieg an Mannheim, nach einem recht eindeutigen Spiel bis dahin.
Liest man das Ergebnis auf der NVV-Seite (22:25, 25:23, 21:25, 27:25, 15:10) könnte man meinen es wäre ein sehr enges Spiel gewesen. War man jedoch anwesend, so hat man eine klare Überlegenheit auf Helmstadter Seite gesehen, obwohl man keineswegs überragend spielte. Im ersten Satz führte Helmstadt recht schnell mit 16:10, da Mannheim im Angriff nicht immer Richtung Feld zielte. Folge war ein ungefährdeter Satzgewinn für die Herren aus Helmstadt. Im zweiten Satz stieg dann die Eigenfehlerquote nochmals an und einige strittigen Schiedsrichterentscheidungen fielen zu Gunsten des Heimteams aus (Kein Vorwurf hier an das Schiedsgericht). Am daraus folgenden Satzverlust war man selbst Schuld. Im dritten Satz lief dann alles wieder wie schon zuvor. Helmstadt spielte konstant auf einem mäßigen Niveau, während Mannheim deutlich um das Feld herum Bälle platzierte und viele Aufschläge bereits am Netz endeten. Erneut ging der Satz also ungefährdet an Helmstadt.
Und auch im vierten Satz das alte Bild. Hohe Führung der Gäste (17:11), das 3:1 eigentlich schon beschlossene Sache. Eigentlich...wäre da nicht diese eine dumme Situation am Netz entstanden: Ein Abwehrball fliegt hoch Richtung Netzkante, Marc springt genauso wie sein Gegenüber hoch, beide landen auf der Mittellinie. Verletzungsauszeit...natürlich auf Helmstadter Seite, wo sonst?
Was also tun, wenn man auf Grund von Verletzungen mit sechs Mann anreisen musste und einer davon jetzt auch noch ohne Bänder übers Feld lief. Immerhin hatte man ja noch 5 Punkte Vorsprung und noch 7 Punkte bis zum Spielgewinn, also hieß es Zähne zusammenbeißen und gewinnen. Doch irgendwie war jetzt der Wurm drin. Direkte Annahmefehler ließen den Vorsprung schnell dahinschmelzen und am Ende hatte Mannheim erneut das nötige Glück um den Satz noch knapp (27:25) für sich zu entscheiden.
Im resultierenden Tie-Break lief man von Anfang an einem kleinen Rückstand hinterher. Zwar lag Helmstadt beim Wechsel (6:8) noch in Schlagweite, aber ohne einen wichtigen Mittelblock, hatten es die Mannheimer Angreifer nicht besonders schwer, sodass es am Ende doch noch 15:10 und somit 2:3 gegen Helmstadt hieß.
Trotz dieses geschenkten Siegs, freuten sich die Käfertaler überschwänglich. Es sei ihnen gegönnt, ist jedoch auf Grund der Umstände nicht ganz nachvollziehbar.
 
Am kommenden Samstag heißt es für die VSG Helmstadt dann auch schon wieder Spielersuche, da man beim Heimspiel nur ungern erneut zwei Spiele herschenken würde, denn betrachtet man die Situation realistisch, wäre man jetzt eigentlich ungeschlagen Tabellenführer.  So jedoch steht man kurz davor die Mannschaft mangels Spielern abzumelden.
 
Wieso jetzt eigentlich 4-4-2? 4 Spiele, 4 Verletzte und die zweite Niederlage der Saison...
 
*update*
Gerade kam noch die Nachricht, dass auch unser letzter etatmäßiger Mittelblocker am Samstag nicht voll Einsatzfähig sein wird. Grund: Rückenprobleme.
 
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