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D2: Derbystimmung in Helmstadt Drucken E-Mail
Geschrieben von Tobias Christian   
Monday, 23. March 2009
Findet im Damenbereich ein vereinsinternes Aufeinandertreffen statt, herrscht immer eine etwas besondere Stimmung. Am gestrigen Samstag war es dann wieder soweit. Die Damen 2 trugen ihr Heimspiel gegen die Damen 1 und den VC Eppingen aus. Die Hinspiele endeten in einer deutlichen 3:0 Niederlage in Helmstadt und einem 3:1 Erfolg in Eppingen. Zunächst war also Wiedergutmachung angesagt, bevor man die Leistung gegen Aufsteiger Eppingen bestätigen wollte. Hochmotiviert und mit (nach den letzten Spieltagen) überragenden acht Spielerinnen ging es auch gleich zur Sache. Ein offener Schlagabtausch zu Beginn des ersten Satzes. 3:3, 5:5, 8:8 lauteten die ersten Zwischenstände, ehe Zuspielerin Maike Roller mit einer 4-Punkte-Aufschlagserie die Damen 2 erstmals wirklich in Front bringen konnte. Die Antwort ließ jedoch nicht lange auf sich warten und schnell stand es 20:16 für die erste Damenmannschaft. Patti Prigl kam nun für die VSG 2 als neue Zuspielerin aufs Feld und konnte gleich die richtigen Akzente setzen. Zusammen mit abermals druckvollen Aufschlägen - diesmal von Anke Schmitt - gelang zunächst der Ausgleich (20:20), ehe dann Fabienne Roller die 3te Aufschlagserie startete und den 25:21 Satzgewinn unter Dach und Fach brachte.
In Satz zwei kam dann Melanie Weiss für die bis dato gut spielende Lena Wolf (D2: Mit zwei Debütantinnen in Eberbach ) auf der Mittelblockerposition, Patti Prigl blieb im Zuspiel. Helmstadt 1 wechselte nicht. Erneut gab es zu Beginn einen Führungswechsel nach dem anderen. Kein Team konnte sich bis zum 13:13 absetzen.
Individuelle Fehler machten es den Damen 2 jedoch dann leicht und sorgten über ein 16:14 zu einem 19:15 für den Entscheidenden Vorsprung in diesem Satz. Zwar wurde es beim 21:20 noch einmal richtig knapp, aber schlussendlich reichte es nicht und die Damen 2 siegten mit 25:22.
Dass eine 3:0 Niederlage nicht in Frage kommt, zeigte die erste Damenmannschaft im dritten Satz nun deutlich. Tina Dotterer wich für Kristin Arnold auf Seiten der Damen 1, während bei den Damen 2 erneut Maike Roller auf der Zuspielerposition begann. Helmstadt 1 spielte nun deutlich engagierter, mit mehr Druck im Aufschlag und weniger Fehlern im Angriff. Auf der Gegenseite machte man es ihnen jedoch auch leicht. Die bis zu diesem Zeitpunkt starke Annahme schwächelte ein ums andere mal, was zur Folge hatte, dass auch das eigene Angriffsspiel kaum zur Geltung kam. Hinzu kamen noch viele Aufschlagfehler und die Tatsache, dass durch den schnellen Rückstand (8:5, 14:8) das Chaos deutlich zunahm. Statt eindeutigen Aktionen wer welchen Ball spielt, kam es immer wieder zu Missverständissen und Abspracheproblemen. Zwar versuchte Trainer Tobias Christian mit einer Auszeit und zwei Wechseln noch einmal für Ruhe zu sorgen, letztendlich gelang es ihm jedoch nicht. Helmstadt 1 spielte indessen weiter konzentriert ihr Spiel herunter, während von Helmstadt 2 hauptsächlich leichte Bälle aus der Not heraus das Netz überquerten. Ein deutliches 25:16 war das Ergebnis.
Folglich musste ein vierter Satz her. Da beide Zuspielerinnen auf Seiten der Damen 2 gesundheitlich noch angeschlagen waren und die letzten Wochen nicht trainieren konnten, folgte hier erneut ein Wechsel. Alle anderen Positionen blieben bei beiden Mannschaften im Vergleich zum letzten Satz unverändert. Trotzdem schienen die Mannschaften wie ausgetauscht. Die zweite Damenmannschaft legte gleich los wie die Feuerwehr und überraschte die Damen 1 gleich mit einer schnellen 4:0 und 7:2-Führung. Besonders gegen die starken Aufschläge fanden die Damen 1 ein ums andere Mal keine Mittel, mussten jetzt ihrerseits viele Notbälle spielen, welche dann umgehend von den Angreiferinnen der zweiten Mannschaft in Punkte umgewandelt wurden (18:10). Damen 1-Trainer Christian Walk sah das Unheil schon früh kommen und versuchte mit Auszeiten und Spielerwechseln noch alles um die Wende herbeizuführen. Jedoch erging es ihm nicht viel anders als seinem Trainerkollegen im vorherigen Satz, sodass letztendlich der 3:1 Spielgewinn mit einem 25:15 besiegelt wurde.

Auch wenn es dieser Bericht möglicherweise nicht vermuten lässt, so kann man an den reinen Spielzeiten pro Satz sehen wie intensiv und kraftraubend das Ganze war: Im Schnitt dauerte ein Satz 26,5 Minuten. Normalerweise dauert ein knappes Spiel im Schnitt 22 Minuten pro Satz!

Mitgespielt haben auf Seiten der Damen 2:
Maike Roller, Patti Prigl, Kerstin Kirchdoerfer, Lena Wolf, Melanie Weiss, Anke Schmitt, Carmen Hassert und Fabienne Roller


Im zweiten Spiel des Tages kam es 45min später wie oben schon erwähnt zum Spiel gegen den VC Eppingen. Der erst vor kurzem gegründete Verein hat bereits zwei Aufstiege zu verbuchen und zählt wohl zu den Angriffsstärksten Teams der Liga, zumal sie sich diese Saison nochmals zwei Spielerinnen aus einer höheren Liga zur Unterstützung geholt haben.
Dass Volleyball jedoch noch aus mehr besteht, als aus Angreifen wurde allen Zuschauern im ersten Satz deutlich gemacht. Mit starken Aufschlägen zogen die Damen 2 sofort einige Punkte davon. Für den Rest sorgte Mittelblockerin Kerstin Kirchdoerfer quasi im Alleingang, indem sie im ersten Satz ihrer Position alle Ehre machte und gefühlt alles blockte. Eppingen nun sichtlich geschockt brachte kaum noch etwas zustande und gab den ersten Satz deutlich mit 25:16 ab. Besonders hervorzuheben waren hier die schon erwähnten überragenden Blockaktionen und die 8-Punkte-Aufschlagserie von Fabienne Roller, die sie selbst ebenfalls mit einem Block einleitete!
In Satz zwei merkte man nun endgültig, dass die Mädels der VSG die letzten Wochen mehr Zeit beim Arzt, als im Training verbracht haben. Von den sechs auf dem Feld stehenden, waren gleich vier bis einschließlich Freitag noch krank und hätten wohl auch am Samstag nicht gespielt, wenn Alternativen dagewesen wären. Da jedoch zwei Spielerinnen gesund waren, mussten diese eben in die Bresche springen. Kerstin hatte ihren Teil im ersten Satz geleistet, Carmen Hassert war nun im zweiten Satz an der Reihe. Mit souveränem Abwehrspiel und durchschlagskräftigen Angriffen brachte sie die Eppinger zwischenzeitlich zum verzweifeln. Zwar verlief der Satz deutlich ausgeglichener, als noch der Vorherige, aber frei nach dem Motto "Glück muss man sich erarbeiten" rackerten alle unermüdlich und zwangen Eppingen mit 25:23 in die Knie. Knie sind auch ein gutes Stichwort, denn auf eben jenen befand sich auch Patti Prigl ein ums andere Mal, als sie sämtliche Angriffe in ihre Richtung in spielbare Bälle umwandelte.
In Satz drei knüpften die Mannschaften da an, wo sie im Zweiten aufgehört hatten. Stets die selben Angriffsbemühungen auf Seiten des VC und aufopferungsvolle Abwehrleistungen die meist in erfolgreichen Angriffsversuchen endeten. Hätten die Eppinger nun angefangen einfach Bälle in die Löcher zu pritschen, hätten sie womöglich sogar noch das Spiel gewinnen können, da die VSG größtenteils stehend K.O. war. So aber hatte sich die Abwehr gut eingestellt. Über das ganze Spiel hinweg, hatte man nie den Eindruck, dass die VSG als Verlierer vom Platz gehen könnte. Eppingen stand in der Annahme und Abwehr einfach zu schlecht und
fand im Angriff nicht die richtigen Mittel. Auf Helmstadter Seite gönnte man einigen Spielerinnen nochmals kurze Pausen (Lena und Maike kamen auf den Abwehrpositionen für Melanie und Fabienne), ehe es beim stand von 20:15 zu dem wohl spektakulärsten Ballwechsel des Tages kam. Kaum zu beschreiben, was sich hier abspielte. Harte Angriffe, Blockaktionen, Netzroller, gelegte Bälle und die dazugehören Abwehraktionen, abgefälschte Bälle...und das alles in einem ewig langen Ballwechsel. Schade, dass das niemand gefilmt hat!
Und wie es eigentlich nicht anders zu erwarten war, war der Siegeswille einfach auf Seiten der VSG, die diesen wirklich sehenswerten Ballwechsel letzten Endes für sich entscheiden konnte. Die beiden Auszeiten direkt im Anschluss beim 21:15 und 22:15 kamen jetzt wirklich allen gelegen. Trotzdem war das Spiel jetzt schon entschieden. Eppingen kam noch einmal einige Punkte heran, konnte jedoch nichts mehr bewegen und verlor mit 25:19 auch den dritten und somit letzten Satz in diesem Spiel.


Großes Lob an die ganze Mannschaft, die heute wirklich bis zum sprichwörtlichen Umfallen gekämpft hat und mit Selbstvertrauen und vollster Zufriedenheit in die letzten drei Saisonspiele gehen kann.

Mitgespielt haben:
Maike Roller, Fabienne Roller, Patti Prigl, Kerstin Kirchdoerfer, Melanie Weiss, Lena Wolf, Anke Schmitt, Carmen Hassert

Durch diese beiden Siege ist man nun an Lauda vorbeigezogen und steht Punktgleich mit der TSG Wiesloch auf dem dritten Tabellenplatz. Bereits am nächsten Wochenende kommt es in Wiesloch zum Spitzenspiel 2. gegen 3. Hier fällt auch gleich die erste Entscheidung um den nach wie vor noch möglichen Aufstieg. Wer gewinnt hat weiterhin noch die Chance aufzusteigen, für den Verlierer bleibt ein weiteres Jahr in der Bezirksliga.
Und auch wenn das Saisonziel nach wie vor nicht der Aufstieg ist, so kann man es ja zumindest mal versuchen, wenn sich die Möglichkeit bietet. Schließlich ging das Hinspiel auswärts gegen Gerchsheim auch nur knapp mit 3:2 verloren. Vielleicht geschieht ja doch noch ein kleines Wunder und Patti darf ihren Aufstiegstanz präsentieren :)
Wir sind gespannt...

 

 

Auf dem zweiten Feld trugen die Damen 3 ihr Heimspiel gegen Tabellenführer TSV Gerchsheim 2 und Tabellenletzten TV Eberbach aus. Mit einem 0:3 gegen Gerchsheim und einem 3:0 über den TV Eberbach, blieben Überraschungen leider aus, sodass es nun für die 3te Damenmannschaft ganz schwer wird den Abstieg noch zu vermeiden. Noch ist das letzte Wort jedoch nicht gesprochen.
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