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Mit 50% Spielkultur und 50% Kampf haben die Damen 1 am vergangen Sonntagmorgen die Tabellenführung behauptet. Beim vorgezogenen Endspiel gegen den TV Waibstadt (3.) und den VC Eppingen (2.) bestätigten die Helmstadter Damen ihre derzeit blendende Form und schickten die direkten Konkurrenten mit 3:0 und 3:2 nach Hause. Und auch wenn es komisch klingt: Die engere Kiste war das 3:0 gegen den TV Waibstadt. Für Helmstadt stand an diesem Spieltag alles auf dem Spiel: Würde man auch nur eines der beiden Spiele verlieren, wäre der Platz an der Sonne mit hoher Wahrscheinlichkeit vergeben. Bei zwei Siegen jedoch, hätte man mehr als gute Chancen auf den zweiten Platz und eine kleine Chance auf die Meisterschaft in der Abschlusstabelle. Dennoch war allen bewusst, dass die jeweiligen Hinspiele verloren gingen und man für die Tabellenführung einiges leisten musste. Die Ziele waren also klar gesteckt. Im ersten Spiel gegen den TV Waibstadt glückte den Damen ein Traumstart. Waibstadt stellte unerwartet passiv auf, während Helmstadt gnadenlos loslegte. Der TVW hatte große Mühe sich aus der Defensive zu befreien und zog ein ums andere Mal den Kürzeren. Gegen die starken Aufschläge und guten Angriffe der VSG war zunächst kein Kraut gewachsen, sodass der Satz sehr deutlich mit 25:17 an Helmstadt ging. Möglicherweise hatte der TVW den Gegner hier unterschätzt und wechselte folgerichtig auf einigen Positionen. Mit Erfolg wie sich herausstellen sollte. Helmstadt blieb zwar weiterhin am Drücker und zeigte mit das beste Volleyball der Saison, Waibstadt kämpfte sich jedoch zurück ins Spiel und fand mehr und mehr zur eigenen Linie. Es entwickelte sich ein sehr spannendes und vorallem sehr ansehnliches Bezirksligaspiel, das ausgeglichener kaum hätte sein können. Ein Führungswechsel folgte dem anderen. Am Ende war es dann auch nur eine Kleinigkeit, die den Satz erneut zu Gunsten der VSG enden lies (25:23). Wer jetzt jedoch dachte Waibstadt würde zurückstecken und die Niederlage akzeptieren, irrte sich gewaltig. Mit einer ordentlichen Mischung aus Frust, Mut und Siegeswillen stemmte sich der TVW gegen die drohende Niederlage. Allen voran Lena Nerpel, die von der VSG in der Folge kaum in den Griff zu bekommen war. Auf der anderen Seite stand jedoch eine sichtlich gefestigte Helmstadter Mannschaft, die sich weiterhin nicht aus der Ruhe bringen lies und das konstant hohe Niveau halten konnte. Trotzdem erarbeitet sich der Gast aus Waibstadt zum Satzende ein eigentlich vorentscheidendes 3-Punkte-Polster zum 23:20. Passend jedoch zum bisherigen Spieltagsverlauf kämpfte und ackerte sich die VSG wieder zurück in den Satz, markierte sagenhafte vier Punkte in Folge und hatte damit sogar den ersten Matchball der Partie. Unglaublich, gegen eine jetzt so stark aufspielende Waibstadter Mannschaft, die nun ihrerseits souverän zum 24:24 ausglich. Und trotzdem reichte es nicht. Die Helmstadter Damen nutzten ihre Chancen jetzt eiskalt aus und entschieden auch den 3ten Satz mit kleinstmöglichem Vorsprung für sich. Ein super Spiel von beiden Seiten, bei dem man nicht nach Fehlern suchen sollte, sondern die großartige Leistung beider Teams anerkennen sollte. Gepusht von diesem hart erarbeiteten Sieg, wollte man es nun gegen Eppingen gleichtun. Der VCE, der völlig Siegessicher angereist war, merkte schnell, dass ihre Titelträume doch noch ins wanken geraten könnten. Der erste Satz war ganz klar in Helmstadter Hand. Erneut nahm man den Gegner mit den Aufschlägen und guten Angriffen auseinander. Mit 25:15 hinterließ Helmstadt zunächst ein deutliches Statement. Doch dann machte sich der Kräfteverschleiß auf Seiten der VSG bemerkbar. Eppingen beschränkte sich nach wie vor nur aufs nötigste: Aufschlagen und Blocken. Den Spielerinnen aus Helmstadt fehlte jedoch einfach die nötige Frische um dagegenzuhalten. Viele Aufschlagfehler gesellten sich nun zu den leichten Angriffsfehlern gegen den zugegebenermaßen gut stehenden Block, sodass Eppingen mit 25:13 den Satzausgleich erzielte. Im dritten Satz dann erneut ein komplett anderes Bild. Eppingen mit extrem vielen Nachlässigkeiten, schwachem Angriff und vorwiegend Notbällen als bevorzugte Methode zu Punkten. Helmstadt dagegen stand gut, baute oft gut auf und erzielte ein ums andere Mal leichte Punkte im Angriff. Wäre da nicht die hohe Fehlerquote im Aufschlag gewesen, hätte dieser Satz sogar einstellig werden können. So hieß es jedoch immer noch recht deutlich 25:13 und somit 2:1 für Helmstadt. Und als ob die eine Spielfeldhälfte verhext gewesen wäre, spielte nach dem Wechsel wieder nur Eppingen. Nicht besonders ansehnlich, gegen erschöpft wirkende VSGlerinnen jedoch ausreichend. Erneut stand am Ende ein 25:13 auf der Anzeigetafel. Was für ein Spielverlauf für ein vermeindliches Spitzenspiel!? Der Tie-Break musste also die Entscheidung bringen. Helmstadt begann auf der "Siegerseite". Überraschenderweise blieb der Tie-Break jedoch relativ ausgeglichen. Mit den letzten vorhandenen Kraftreserven konnten sich die Damen der VSG zum Seitenwechsel noch mit 8:6 in Front bringen. Den Sieg vor Augen lies man sich die Führung dann auch nicht mehr nehmen und schickte Eppingen verdient mit 15:12 Punkten und 3:2 Sätzen als Verlierer nach Hause. In beeindruckender Manier festigten die Damen 1 so ihre Tabellenführung und machen den Kampf um die Meisterschaft noch spannender als er eh schon war. Entscheidend wird nun sein, wie sich die Top 3 in den letzten Spielen schlagen. Gewinnt die VSG ihre beiden letzten Auswärtsspiele, so hat man mindestens den zweiten Tabellenrang sicher. Der TV Waibstadt hat noch ganze 6 Spiele zu absolvieren. Darunter auch die schwierigen Spiele gegen den VC Eppingen (2.) und die KuSG Leimen (4.). Unter Umständen kann auch die zweite Damenmannschaft der VSG (5.) am morgigen Samstag noch etwas Schützenhilfe leisten. Ebenfalls nicht einfach wird es für den VC Eppingen beim Nachholspiel gegen den TV Waibstadt am 21.3. und beim Spiel gegen die VSG Helmstadt 2 am 27.3.10. Zur Erinnerung: Im vergangenen Jahr konnten die erfahrenen Damen beide Spiele gegen Eppingen gewinnen! Wir drücken die Daumen! Mitgespielt haben: Maike Roller, Fabienne Roller, Carmen Hassert, Anke Schmitt, Kerstin Kirchdoerfer, Melanie Weiss, Cathrin Grabenstein, Jacqueline Fieger. Danke auch an Kristina Kallus, die sich bereiterklärt hat ihren freien Samstag zu opfern um im Zuspiel für eine Alternative auf der Bank zu sorgen.
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